Die Verkündigung des sogenannten Schottenaltars im Wiener Schottenstift zeigt einen im Fenster hängenden Käfig mit einem Stieglitz (Abb.1 und 2). Die Darstellung speist sich sowohl aus der lebensweltlichen mittelalterlichen Praxis der Vogelhaltung als auch aus den Bedeutungszuschreibungen an den Stieglitz oder Distelfink.

Fast kein Tag vergeht ohne eine Schlagzeile rund um das Schlagwort „Künstliche Intelligenz“. Das Wort prägt das gesellschaftliche und kulturelle Leben genauso wie Wirtschaft und Wissenschaft. Unter dem Titel „Denken ohne Menschen? KI, Kunst und kulturelle Verantwortung“ lud der Niederösterreichische Kultursenat zum Kulturgespräch 2025 am Dienstag, den 7. Oktober 2025, ins Haus der Digitalisierung in Tulln ein.

Welches Bild entsteht vor Ihrem inneren Auge, wenn Sie an einen mittelalterlichen Steinmetz denken? Das eines ausgelaugten Handwerkers, welcher auf der Baustelle oder in der Bauhütte Steinklötze bearbeitet und für seine mühevolle Arbeit schlecht oder gar nicht bezahlt wurde, geschweige denn Ruhm für sein Werk kassierte? 

Im Zuge des Projekts ONAMA – Ontology of Narratives of the Middle Ages – wurden die Daten von REALonline semantisch modelliert und sind nun im Datenformat RDF hier (nächtlich aktualisiert) verfügbar. Damit können die vielen Daten, die in REALonline erhoben werden, künftig auch in Forschungsprojekten genutzt werden, die – wie das auch bei ONAMA der Fall ist – semantic web-Technologien für die Modellierung und Abfrage ihrer Daten verwenden. Es gelten die allgemeinen Nutzungsbedingungen von REALonline. Bei Fragen können Sie sich gerne an uns wenden.

Für drei neue Projekte im Bereich der Digital Humanities konnten am IMAREAL Fördermittel eingeworben werden – eines davon startet heute. Interaktionsformen von Wissenschaft und Bevölkerung, Datenvisualisierung, Distant Viewing und der Einsatz von künstlicher Intelligenz werden bei diesen Projekten im Zentrum des Interesses stehen.

Der virtuelle Salon am IMAREAL eröffnet im Oktober 2021 mit einer Vortragsreihe als Kommunikationsplattform zur Materiellen Kultur. Auch „nach Corona“ wird eine Online-Teilnahme bei allen Vorträgen möglich sein. Die Veranstaltungen sollen eine möglichst hohe interaktive Qualität haben, die „by doing“ experimentell weiterentwickelt werden soll.

Schach erlebt derzeit einen Boom, nicht zuletzt aufgrund des Erfolgs der Streaming-Serie Damengambit, in der ein Mädchen im Waisenhaus Schach spielen lernt und danach die männlich dominierte Schachwelt gehörig aufmischt. Auch in Stefan Zweigs Schachnovelle lernt der Protagonist das Spiel in der Isolation eines Gefängnisses. Es ist ein Spiel, mit dem auch so manche Leerläufe, die die Pandemie mit sich bringt, sinnvoll überbrückt werden können: es erfordert viel Zeit, lässt sich online oder als Computerspiel auch alleine spielen und zeichnet sich durch ein nachvollziehbares, klares Regelwerk aus; im Unterschied zu den unzähligen Verordnungen, Erlässen und teils unübersichtlichen regionalen Einschränkungen, mit denen wir uns im täglichen Leben nun schon mehr als ein Jahr lang herumschlagen müssen.

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