In einem Fernsehspot werden die Herkulesaufgaben gezeigt, mit denen sich ein Babyelefant in Zeiten einer Pandemie herumschlagen muss – mit aller Kraft schiebt der Kleine im Plüschkostüm die Erwachsenen auseinander, um auf den nötigen Abstand zwischen Menschen hinzuweisen. Ganz anders dagegen die Tätigkeit unseres Protagonisten einer Miniatur aus dem Codex 2773 der österreichischen Nationalbibliothek (REALonline 006370A): Der Greis links im Bild versucht hier, eine junge Frau näher zu dem neben ihr sitzenden jungen Mann zu schieben.

Rund um Allerheiligen verändert sich zunehmend auch das Aussehen unserer Landschaft. Nicht nur die Blätter der Laubbäume färben sich und fallen ab; Tage mit dichtem Nebel lassen selbst gut bekannte Gegenden bisweilen ganz anders erscheinen. Die Materialität dieser Form des Wassers hat also auch einen Einfluss darauf, wie wir unsere Umwelt wahrnehmen, welche Landschaftsmerkmale oder Gebäude wir sehen, während andere im dichten Nebel völlig eingehüllt werden und verschwinden.  

In unserer durch und durch digitalisierten Lebenswelt sind Internet-Links von großer Bedeutung: Sie erschließen Wege in die digitalen Welten des Wissens, des Konsums und der sozialen Beziehungen; gleichzeitig konstituieren sie diese auch auf virtuelle Weise. Eine wichtige Rolle spielt dabei nicht nur die Quantität, sondern auch die Qualität dieser Links: Identität und Stellenwert jener hinter den Webauftritten stehenden Institutionen und Individuen werden wesentlich dadurch mitdefiniert, mit wem (oder was) sie im world wide web verlinkt sind. In der Sprache der Marketing- und IT-Fachleute ist in Hinblick auf die Optimierung von Webauftritten oft von „good and bad links“ die Rede.

In Zeiten der Covid-19-Krise haben Lieferdienste Konjunktur. Via Posttrolley, PKW oder Lastenfahrrad werden täglich unzählige Pakete und Waren in Wohnungen zugestellt, deren Bewohner*innen aktuell entweder diese nicht verlassen können oder es sicherheitshalber nicht tun möchten.

Unser Bild des Monats Oktober ist gleichzeitig das Titelbild der Ringvorlesung des IZMF Das Mittelalter in Wissenschaft und Kultur: Alte Epoche – neue Narrative. Alle Studierenden sind herzlich eingeladen teilzunehmen. Diesmal wird es auch einen Beitrag aus dem Projekt ONAMA geben: Peter Hinkelmanns, Miriam LandkammerIsabella Nicka und Manuel Schwembacher werden in einer der Lehrveranstaltungseinheiten „Von Heldinnen, Drachen und Graphen. Erzählen vom Mittelalter im ‚Semantic Web‘“ erzählen.

Das Institut für Realienkunde feiert sein 50-jähriges Bestehen! Aus diesem Anlass werden wir am 7. November 2019 in der Dominikanerkirche in Krems unsere neue Publikationsreihe formate – Forschungen zur materiellen Kultur und den ersten darin erschienenen Band Object links – Dinge in Beziehung vorstellen und die Zeit der Anfänge des Instituts Revue passieren lassen. Aktuelle Forschungsperspektiven und -projekte werden im Rahmen einer Posterpräsentation vorgestellt, im „Museum für eine Nacht“ werfen wir einen Blick auf die Anfänge der Digital Humanities am Institut und im IMAREAL-Wohnzimmer kann man in entspannter Atmosphäre eine Zeitreise antreten. Letztere bietet auch die musikalische Umrahmung des Festakts: Das Ensemble Passatempo wird uns mit Melodien aus den vergangenen 50 Jahren auf die Rückschau einstimmen.

Am 11. Mai 2019 wird die Ausstellung „Wem gehört die Stadt? Krems und Stein gestalten im 16. Jahrhundert“ im museumkrems eröffnet. Thomas Kühtreiber und Elisabeth Gruber vom Institut für Realienkunde des Mittelalters und der frühen Neuzeit in Krems haben dabei den Blick die „großen und kleinen Dinge“ gelenkt, die  das politische, gesellschaftliche und wirtschaftliche Leben der Stadt im 16. Jahrhundert geprägt haben.

Vielleicht kennen Sie schon die Funktion von myREALonline, mit der Sie Ihre eigenen Sammlungen anlegen und diese bei Bedarf per Link mit anderen teilen können. Es gibt aber auch die Möglichkeit, öffentliche Sammlungen zu speichern, die für alle zugänglich sind. Anlässlich der Ausstellung „Rueland Frueauf d.Ä. und sein Kreis“ in der Österreichischen Galerie Belvedere (Oberes Belvedere) haben wir für Interessierte dazu Datensätze aus REALonline in einer virtuellen Kollektion vereinigt.

REALonline ist nun auch auf der Website von DArtHist, dem Netzwerk für Digitale Kunstgeschichte in Österreich, vertreten. Die Plattform dient der Information und Vernetzung von Personen, die ein Interesse an kunsthistorischer Forschung im Kontext der digital humanities haben.

Wir freuen uns zwei digitale Neuerungen des IMAREAL im Lesesaal der Niederösterreichischen Landesbibliothek in St. Pölten vorstellen zu dürfen. Die Präsentationen von REALonline und memo finden im Rahmen der Veranstaltungen des Vereins für  Landeskunde von Niederösterreich statt. Das Motto des Abends ist „Mittelalterliche Lebenswelten digital erschließen“. Nähere Informationen finden. sie hier.

Im Lauf des Novembers werden sich viele von uns zunehmend bewusst, dass sich das Jahr nun unaufhaltsam dem Ende zuneigt und reagieren teils mit Wehmut, teils mit Nervosität: Die Zeit ist allzu rasch verflogen, und wir schaffen es nun vielleicht nicht mehr, all die Dinge zu erledigen von denen wir glauben, dass sie unbedingt noch in diesem Jahr abgeschlossen werden müssen. Wir können es aber auch positiv betrachten und uns darauf besinnen, dass ja somit auch Weihnachten immer näher rückt – jenes Fest also, das im Christentum den wahrhaft ‚krönenden Abschluss‘ des Jahres bildet.

Am IMAREAL dürfen wir auf ein erfolgreiches und interessantes Jahr zurückblicken und uns gleichzeitig zum Jahresende auch noch über etwas freuen: Nicht nur wurde heuer REALonline, die traditionsreiche Bilddatenbank des Instituts, einem umfassenden Relaunch unterzogen, sondern es wird sich noch in diesem Monat weiterer Nachwuchs in der Familie unserer digitalen Forschungstools und Datenbanken einstellen:

Unsere neue Zeitschrift MEMOMedieval and Early Modern Material Culture Online – wird am 22. November 2017 das Licht der Welt (beziehungsweise des world-wide web) erblicken.

Seit Mittwoch, den 10. Mai 2017, ist die neue Version von REALonline via Internet für alle verfügbar.

Werke der Österreichischen Galerie Belvedere zählen zu jenen, die besonders oft in unserem digitalen Archiv nachgefragt werden. Wir haben uns deshalb besonders gefreut, die überarbeitete und mit erweiterten Funktionen ausgestattete Bilddatenbank REALonline im neuen Design im Schaudepot Schatzhaus Mittelalter im Prunkstall des unteren Belvedere zu präsentieren.